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Tagebuch einer „Blauen Reise“ entlang der Küste der Südtürkei.



in der Zeit vom 15. – 29. 09. 2001

Veranstalter:
Maria Gerstmann, Ilztaler REHA-Hundeschule
Dipl.-Tzt. Cornelia Albrecht, „Schiffstierärztin“

So., 16. 09.:

Wir sind geteilt auf 2 Partien geflogen.
2 Führhundehalter sind mit ihren Blindenführhunden bereits morgens auf dem Flughafen in Dalaman gelandet und genießen am Vormittag bereits die Annehmlichkeiten der MS Berdus, während der Rest von uns auf dem Flughafen Antalya schwitzt und noch eine 5stündige Minibusfahrt nach Göcek, dem Hafen, in dem unser 2mastiges Segelschiff auf uns wartet, vor sich hat.
Nachmittags Besichtigung der Doppelkabinen; ansprechend und funktional eingerichtet jedoch trotz 27 m Schiffslänge eng und dem Klima entsprechend stickig; nur wenige von uns benützen sie in diesen 2 Wochen regelmäßig, sie dienen eher als Gepäcksaufbewahrungsort und Umkleidekabine.
Geschlafen wird auf der „Liegewiese“ im Heck oder auf dem „Sonnendeck“.

Mo., 17. 09.:

„Eingewöhnungstag“ für Hund und Mensch, an einem hübschen Kieselstrand mit anschließender großer Wiese können wir uns ausgiebig die Beine vertreten, baden, schwimmen und toben.
Das von Schiffskoch fabrizierte Essen ist ausgezeichnet, viele von uns hegen die Befürchtung, mehr an Gewicht zuzulegen als durch Schwimmen abtrainiert wird.
Überhaupt ist die gesamte Besatzung der MS Berdus– um unser Wohlergehen bemüht.
Alle drei sind auch große Hundefreunde, die, auch wenn viel zu tun ist, immer Zeit für Streicheleinheiten oder ein paar nette Worte an unsere Lieblinge übrig haben.
Überhaupt zeigt sich die türkische Bevölkerung in diesen 2 Wochen immer freundlich wenn auch respektvoll unseren Blindenführhunden gegenüber.
Die Zoll- und Wachebeamten auf den Flughäfen erweisen sich als ausgesprochen hundenärrisch, sodaß wir beinahe einen „Verkehrsstau“ verursachen!

Di., 18. 09.:

8 Stunden Fahrt nach
Kekova,
wo wir am Mittwoch unsere Besichtigungs-Tour („kültür“ sagen die Türken) starten werden.
Aus der geplanten Besichtigung von Aperlai mit seinen lykischen Ausgrabungen aus dem 4./5. Jh. v. Chr. wird leider nichts, da uns der äußerst felsige Ziegenweg vorzeitig zur Umkehr zwingt.
Trotzdem genießen wir die von Ziegen, Dromedar und gastfreundlichen Einheimischen geprägte Urlaubsatmosphäre.

Mi., 19. 09.:

Besichtigung von
Myra – Demre
mit
Nikolauskirche,
Felsengräbern und Amphitheater; wir testen unsere Gesangs-, Schauspiel- und Kletterkünste.
Auf Anordnung von Maria malträtiere ich die Ohren meiner Mitreisenden und die traumhafte Akustik des Theaters mit meinen fragwürdigen Sangeskünsten.
In Demre besuchen wir einen einheimischen Blinden, der mangels staatlicher Unterstützung in Armut lebt und hinterlassen eine Spende, die seinen Kindern den Schulbesuch ermöglichen soll.

Do., 20. 09.:

Die Fahrt nach
Simena Kekova
vorbei.
2 Führhundehalter wagen mit ihren Blindenführhunden und uns wanderwochen-erprobten Begleiterinnen die Besteigung der Burg von Simena.
Auch Erwin begleitet uns und hält sich auch ohne Blindenführhund tapfer. Der Ausblick vom Gipfel ist atemberaubend und entschädigt uns für den mühsamen Aufstieg.
Die anderen genießen das Schiffsleben.

Fr., 21. 09.:

Fahrt nach
Kas,
einer idyllischen Stadt, wo wir am Abend einen netten Einkaufsbummel unternehmen werden; von Kas mit dem Minibus die Küstenstraße entlang über
Xanthos
mit seinen lykischen Ausgrabungen inkl. Harpyien-Denkmal und Inschriftensäule an den Sandstrand von Patara; die hohen Meereswellen sind willkommene Erfrischung!

Sa., 22. 09.:

Fahrt zur Jesilköy-Bucht – Ausspannen, Schwimmen, Schwimmen, Schwimmen!
Eine handzahme Ziegenherde als Anziehungspunkt vor allem für einheimische Tagesausflügler gibt der Insel ihren Namen.

So., 23. 09.:

Parasailing
ist für viele von uns die Attraktion des Tages!
3mal täglich „Hundegassi“ mit dem Motorboot ist für uns und die Hunde längst Routine. Mehr als einmal bewahrt der Käpten übereifrige Vierbeiner an der Gangway mit starker Stimme und rettendem Arm vor einem unfreiwilligen Bad!
Maria und ich kraxeln beim Gassi-Gehen schon fast besser als die staunenden Ziegen!

Mo., 24. 09.:

Fahrt nach
Fethiye;
hier erfasst uns der kollektive Kaufrausch. Insbesondere die Schmuckfabrik Özyer wird vielen von uns zum „Schicksal“. Hier erlernen wir auch das Feilschen, und einige von uns feiern in dieser Disziplin beachtliche Erfolge!
Shopping, Schwitzen, Shopping, Shopping!

Di., 25. 09.:

Noch mehr Shopping, noch mehr Schwitzen, anschließend Fahrt in eine nahegelegene Bucht zur wohlverdienten Erholung.

Mi., 26. 09.:

Retourfahrt über verschiedene Strände.

Do./Fr., 27./28. 09.:

Ausspannen am Strand Osman Agar.

Sa., 29. 09.:

Rückfahrt nach Göcek; in der Nacht auf Sonntag Rückflug – wieder auf zwei Partien – nach Wien.

Reisebericht von:

Dipl.-Tzt. Cornelia Albrecht


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